U*********pWer kennt das auch so...?
Männlichkeit fasziniert mich. Als Junge fühlte ich mich zerbrechlich, ängstlich und war ständig auf der Flucht vor jeglichem männlichen Verhalten. Männlichkeit ängstigte mich, weil sie so stark, fest und hart wirkte. Trotzdem bewunderte ich Männer. An sonnigen Tagen ihre gebräunten, verschwitzten Rücken. Ihre tiefen, rauen Stimmen. Die Haare an ihren Beinen, unter den Achseln, auf der Brust, die Haare an ihrem Bauch und in ihrer Hose. Kräftige, muskulöse Arme. Bärte, der ernste Blick, die derben Witze, das Interesse an Sport. Alles, was so männlich war, faszinierte mich. Ich wuchs heran und suchte danach, so zu sein wie diese Männer, die Stärke der Männlichkeit in mir zu spüren, den Stolz, Eier zu haben. Nach einem langen, anstrengenden Tag ziehe ich mich aus, lege mich hin, den Arm hinter dem Kopf verschränkt, und spüre den maskulinen Duft meines Körpers. Vor allem aber fühle ich meine Hoden und meinen Penis in der Hand, die Beschaffenheit der Haut, die Haare um mein bestes Stück, das langsame Versteifen, das Pochen meines Penis, das Heben und Senken meiner Hoden. Ich fühle mich entspannt, ich bin stolz, ein Mann zu sein. Jeden Tag versuche ich, mehr und mehr der Mann zu werden, den ich als Junge bewundert habe, und ich bewundere all die Männlichkeit, die so viele Männer zum Ausdruck bringen. Der nackte Männerkörper ist der körperliche Ausdruck von Virilität.
Als ich jünger war, habe ich den ganzen feministischen Quatsch geglaubt und mich vor Männlichkeit geekelt, während ich gleichzeitig eine heimliche Faszination für maskuline Männer hegte (und eine starke Abneigung gegen die verweichlichten Entertainer, die damals die einzigen Vorbilder für DIESE Art von Sexualität waren). Scheiß drauf! Ich wurde auf zwei Ebenen getäuscht und habe mich kleinlaut gefügt, indem ich mein wahres Selbst, meine wahre Sexualität, meine Vorliebe für Schwänze unterdrückt und verleugnet habe. Ich war jung, weltfremd, unwissend, ängstlich und isoliert. Und meine Welt war gefährlich feindselig gegenüber Homosexualität. Dank meiner Erkenntnis akzeptiere und feiere ich jetzt meine Männlichkeit, meine Sexualität, meinen Körper und die Körper anderer Männer. Ich liebe maskuline Männer, den Typ, der hier als Omegas beschrieben wird , nicht die sogenannten Alphas, für die ich weder Begierde noch Respekt empfinde. Ich unterstütze absolut die Gleichberechtigung der Geschlechter, ich habe nur kein Interesse mehr an Beziehungen mit Frauen.